Frauen Union und Junge Union im Kreis Heinsberg fordern Verkaufsverbot von gefährlicher Partydroge
Hierzu erklären die Vorsitzenden der Frauen Union im Kreis Heinsberg, Elena Dohmen, und der Jungen Union im Kreis Heinsberg, Tim Heinrichs:
„Distickstoffmonoxid, besser bekannt als Lachgas, verbreitet sich als Partydroge unter Jugendlichen immer mehr. Ein Problem, das eigentlich schon lange bekannt ist und dennoch sind die bunten Kartuschen an vielen Kiosken in Nordrhein-Westfalen leicht zu erwerben. Auch die Namen der Patronen wie ‚Miami Magic‘ oder ‚Exotic Whip‘ zielen explizit auf Jugendliche ab und verharmlosen den Konsum. Wie gefährlich die Partydroge tatsächlich ist, wird deutlich, wenn man nachts in den Städten Nordrhein-Westfalens unterwegs ist. Immer häufiger sieht man Jugendliche, die Lachgas entweder aus dem Ballon oder direkt aus der Kartusche konsumieren.
Während bei der medizinischen Anwendung dem betäubend wirkenden Gas Sauerstoff beigemischt wird, werden beim Missbrauch als Droge meist viel zu hohe Konzentrationen eingeatmet. Dies kann zu Nervenschäden, Lähmungen, anderen schweren Erkrankungen oder im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen“.
Lachgas gehört nur in die Hände von medizinischem Fachpersonal, für einen kurzen Rausch riskieren Jugendliche
unbewusst ihre Gesundheit!“ Elena Dohmen FU-Kreisvorsitzende und (Fachwirtin für die Alten- und
Krankenpflege)
„Andere Länder wie Großbritannien, die Niederlande und Dänemark haben längst reagiert, während die abgewählte Ampelregierung um Gesundheitsminister Lauterbach nur zugeschaut hat. Dabei gibt es zu diesem Thema bereits einen Beschluss des Bundesrates und eine Empfehlung des Petitionsausschusses im Sinne des Jugendschutzes. Für uns als Frauen Union und Junge Union im Kreis Heinsberg steht fest, dass die Abgabe von Lachgas an Minderjährige komplett verboten werden muss und den Herstellern untersagt werden muss, die Kartuschen mit einem Design zu versehen, das gezielt Kinder und Jugendliche anspricht.
Durch die Versäumnisse der Ampel breitet sich nun ein Flickenteppich im Umgang der Kommunen mit der Droge aus. Beispiele wie die Stadt Dortmund, die jetzt den Verkauf von Lachgas an Minderjährige verboten hat, zeigen, dass es höchste Zeit ist zu handeln. Wir brauchen einheitliche Regelungen statt eines kommunalen Flickenteppichs. Deshalb fordern die Kreisverbände der Frauen Union und der Jungen Union Heinsberg schnellstmöglich eine bundeseinheitliche Regelung zum Lachgasverbot für Minderjährige. Sollte eine solche
Entscheidung auf Bundesebene nicht zeitnah möglich sein, muss Nordrhein-Westfalen selbst vorangehen und eine entsprechende Regelung für unser Bundesland auf den Weg bringen. Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist durch das zögerliche Handeln der Ampel in Berlin viel zu lange gefährdet worden.
Gleichzeitig müssen wir erkennen, dass ein Verbot allein nicht ausreicht. Jugendliche müssen besser über die Gefahren von Lachgas aufgeklärt werden. Hier hat die Landesregierung bereits erste Informationen zur Verfügung gestellt.!