Öffentlichkeitswirksame Aktion mit Umfrage

8. März – Weltfrauentag 2026

Zum diesjährigen Internationalen Tag der Frau am 8. März führte die Frauen Union Gangelt-Selfkant-Waldfeucht wieder eine öffentlichkeitswirksame Aktion am REWE-Markt in Birgden durch. In diesem Jahr richtete sich unsere Aufmerksamkeit auf zwei Bereiche: Sicherheit/Sicherheitsempfinden und Arbeit. Über diese beiden Themen gelang es uns auch in diesem Jahr, Gespräche mit zahlreichen Frauen zu führen.

Über diese beiden Themen gelang es, Gespräche mit zahlreichen Frauen zu führen. ©Foto: FU GaSeWaÜber diese beiden Themen gelang es, Gespräche mit zahlreichen Frauen zu führen. ©Foto: FU GaSeWa

Sicherheit/Sicherheitsempfinden

Dass Frauen anders durch den öffentlichen Raum gehen als Männer, ist keine neue Erkenntnis. Für uns stellte sich die Frage, ob es auch in der Gemeinde Gangelt Stellen gibt, wo Frauen ungern entlanggehen oder diese sogar meiden, insbesondere in der Dunkelheit. Angeregt durch die Veranstaltung auf der Bezirksebene der FU im Aachener Rathaus führten wir eine Fragebogenaktion durch mit dem Titel „Bring Licht ins Dunkel“.

Grundsätzlich war zu erkennen, dass sich die Frauen in der Gemeinde Gangelt sicher fühlen. Aufgrund eines Vorfalls, der sich vor kurzem ereignet hatte, war die Angst vor Überfällen bei einer Person gestiegen. Insgesamt gab es nur wenige Punkte, die als unangenehm oder kritisch bezeichnet wurden. Dazu gehörten holprige Gehwegplatten, die für ältere Menschen erhöhte Sturzgefahr bedeuten sowie hinderlich sind, wenn ein Rollator benutzt wird. Andere Stellen fielen auf, weil Müllansammlungen Ratten anziehen. Die ein oder andere zusätzliche Straßenlaterne wäre wünschenswert. Das Problem an der Grundschule in Birgden (auffällige Jugendliche/Drogen) ist bereits bekannt und soll durch die Installation von Kameras gelöst werden. Bürgermeister Guido Willems erhält eine vollständige Liste mit der genauen Angabe der Defizite.

Lifestyle-Teilzeit, oder was?

Der zweite Bereich war das Thema „Teilzeit“, dass durch die unselige Diskussion der „Lifestyle-Teilzeit“ auf Bundesebene hochgekocht war. Provokant fragten wir: Lifestyle-Teilzeit, oder was? Aus diesem Grund wollten wir wissen: Wie arbeiten Frauen? Aus welchen Gründen arbeiten sie Teilzeit oder haben das während ihres Berufslebens getan?

Für uns ergab sich dabei folgendes Bild: Von den befragten Frauen waren/sind die Mehrheit in Vollzeit beschäftigt. Trotzdem pflegte man zum Teil noch die Eltern. Waren/Sind Frauen in Teilzeit beschäftigt, wurden folgende Gründe angegeben: Mehrheitlich wurden die Kinderbetreuung und die Pflege von Angehörigen genannt. Viele Frauen gaben an, als Hausfrau und Mutter tätig (gewesen) zu sein; genauso viele nannten andere Gründe. Zu den anderen Gründen gehören Gesundheit und die Aufstockung der Rente durch einen Minijob, weil die Rente trotz Vollzeitarbeit zu knapp ist. Das schließt sich an das Ergebnis aus dem Jahr 2025 an, wo Altersarmut an Platz 1 stand, was die Nachteile für Frauen in der Gesellschaft betrifft.